Kalofer - Geschichte

Die Stadt Kalofer ist auf den beiden Ufern des Tundscha- Flusses zwischen dem Balkangebirge und Sredna Gora gelegen. Über die Stadt ragt der Berggipfel auf- der höchste Gipfel im Balkangebirge.

Diese Stadt verfügt über einen einzigartigen Reiz. Im Winter schlummert sie unter der tiefen Schneedecke, im Sommer ist sie von den Wiesen der „Tschafardaritsa“ und von den Klüften der „Dschendem“, von den Schönheiten des Kupens und dem Raunen des Tundscha- Flusses umgeben. Sie werden von den malerischen Landschaften mit den stolzen Berggipfeln und romantischen Tälern bezaubert sein. Bjala reka (der „weiße“ Fluss) und seine singenden Wasserfälle werden Ihnen die Sagen über den altslawischen Svanigrad erzählen und Sie zu Besuch  des vierhundertjährigen kaloferischen Mönchkloster einladen, der die Standhaftigkeit des bulgarischen religiösen Geistes aufbewahrt hat.

Die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Wanderstrecken in der Gegend des Landschaftsschutzgebiets „Zentralbalkan“- sie führen in Richtung Berghütte „Paradies“, Botevgipfel, Springbrunnen „Rajskoto praskalo“, sowie auch in Richtung Naturschutzgebiet „Dzhendem“, und ist auch der Startpunkt für viele anderen Strecken. Hochgebirgsführer mit einer profesionellen Ausrüstung werden den Reisenden zur Verfügung gestellt. Das Flussgelände von Tundscha und Bjala reka bietet wunderschöne Picknikmöglichkeiten während der Urlaubstagen an.

Wenn Sie als Zeitpunkt für Ihre Aufenthalt die Osterntagen, Weihnachten, Neujahr, Dreikönigsfest oder Fastnacht mit den traditionellen „kuker“ Aufführungen, sowie auch den Botevtag am 2. Juni und viele anderen Feste auswählen, werden Sie die verschiedenen eigentümlichen Stadtfeiern miterleben können. Die meisten Einheimischen beschäftigen sich mit der Zucht der ölhaltigen Rose, die Bulgarien mit der Herstellung des weltbekannten Rosenöls berühmt gemacht hat. Anfang Juni haben die Turisten die einmalige Möglichkeit, sich an die Rosenernte zu beteiligen, das Rosenfest willkommen zu heißen, sowie auch in einer der Fabriken zur Rosenölherstellung hineinzutreten und Rosenkonfitüre, Sirup oder sogar Rosenschnaps zu degustieren.

Der Name der Stadt Kalofer

Der Name der Stadt Kalofer kommt nicht in der antiken oder mittelalterlichen Geschichte unseres Landes vor. Dieser Ort war jemals mit dichten, undurchdringlichen und unbewohnbaren Wälder bedeckt. Im Westen, im Tal von Bjala reka, befand sich der alte Swanigrad, von dem heute keine Sprur mehr zu finden ist. Aufgrund des heftigen Widerstands seitens der Einwohner von Swanigrad haben die Türken die Stadt aus der Welt geschaffen, trotzdem blieben aber seine stolzen und anhaltenden Verteidiger ununterworfen. Eine Schar aus 40 Helden mit dem Soldatenführer Kalifer an der Spitze ist lange Zeit in der Gegend umhergewandert, um ihre Gefährten zu verteidigen und Furcht unter die Osmanen einzuflößen. Die Türken sind kraftlos geworden und aus diesem Grund hat der Sultan dem Soldatenführer erlaubt, sich zusammen mit den anderen Helden in den Wald anzusiedeln, indem er ihnen Vorrecht auf das derwendschisisches Dorf gegeben hat. Die Freiheitskämpfer fingen Jungfrauen aus Sopot (die Stadt ist bekannt mit ihrer schönen Frauen) zu entführen an und auf diese Weise ist später Kalofer entstanden.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erreicht Kalofer, wie alle unseren am Südhang des Balkangebirges gelegenen Städte, seine Blütezeit. Reisende haben festgestellt, dass damals dort über 1000 „Gajtandschijski Tscharks“ (Maschinen zum Stricken von Tressen), viele Walkmühlen und Färbereien existiert haben. Die Handwerker und Händler aus Kalofer haben viel mit Konstantinopel, Wien, Odessa und Braila gehandelt. Die Stadt wird nicht unwillkürlich auch „Altin Kalofer“ (der goldene Kalofer) genannt. Im Jahr 1845 ist eine neue große Schule errichtet und im Jahr 1871 eine Mädchenschule eröffnet worden. Unterschiedliche Bildungsvereine sind auch zu dieser Zeit entstanden. Die Stadt ist zweimal von den Kardschalier (Einwohner der Stradt Kardschali) niedergebrannt worden- im Jahr 1799 und 1804, aber sie hat sich schnell wiederhergestellt und ist auch bald wieder reich geworden.

Sehenswürdigkeiten in Kalofer

Kalofer ist die Heimatstadt des berühmten bulgarischen Dichters und Revolutionärs Hristo Botev. Auf dem Ort, wo das letzte Haus der Botev Familie gestanden ist, ist ein Museum errichtet worden. Das Museumskomplex befindet sich im „Botev Stadtgarten“ und enthaltet das Denkmalhaus- Museum, ein Ausstellungsraum, das Denkmal von Hristo Botev und dieses von seiner Mutter Ivanka Boteva.
Das Denkmalhaus- Museum präsentiert die authentische Einrichtung und Atmosphäre, wo Botev aufgewachsen ist. Im Ausstellungsraum werden persönliches Zubehör, Dokumente, Veröffentlichungen, Kunstwerke und andere Gegenstände und Materialen, die mit dem Leben und Werk Botevs, seiner Familie und seiner Mitkämpfer verbunden sind, aufbewahrt.

Namhafte Persönlichkeiten in Kalofer

Es ist nicht zufällig, dass die Geschichte dieses Städtchens mit den Namen berühmter Rebellen, Freiheitskämpfer und Meuterer überfüllt ist. Die breite Palette umfasst die Namen vom Soldatenführer Kalifer, vom Opa Mlatschko, von Tschono Tschorbadschi, von Dobri wojwoda (Soldatenführer Dobri), von Galab wojwoda, vom genialen Dichter und Revolutionär Hristo Botev und vielen anderen.

Offizielle Seite von Hristo Botev…

Eine ganze Reihe von Verfassern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus der Epoche der Renaissance sind Abkömmlinge von Kalofer - Eksarch Josif I., Dimitar Mutev, Elena Muteva (die erste bulgarische Dichterin), Hristo Taptschileschov, Ivan Schopov (ein Volkskundler und der erste bulgarische Bibliograf) u.a.
Viele Kaloferer haben an die Scharen von Panajot Hitov, Filip Totju, Hadschi Dimitar, Stefan Karadscha und Batscho Kiro teilgenommen. Am Ende der osmanischen Herrschaft sind 15 Scharen in der Umgebung von Kalofer umhergewandert. Über 500 Kaloferer beteiligten sich an die Freiheitsscharen und Batallone.

Urlaubspreise im Gästehaus „Didovi“: